IG Synagoge

Die IG Synagoge, eine Dependance des Heimatmuseums Hoya, bietet Ausstellungs-, Informations- und Veranstaltungsräume zum Thema Jüdisches Leben.

Sie befinden sich im ehemaligen Geschäftshaus Trefurt, Deichstr. 3, in unmittelbarer Nähe der Häuser, in denen Hoyas jüdische Bürger einst zu Hause waren.

Die Interessengemeinschaft soll ein Ort des Miteinanders und des Austausches sein von Wissen, Erfahrungen, Erlebnissen und Hoffnungen.

Verantwortlich zeichnet die „Interessengruppe Synagoge Hoya“ (IG).
Sie trifft sich jeden 1. Mittwoch im Monat um 19.00 Uhr.
Geöffnet hat der Treffpunkt jeden Donnerstag von 10 – 12 Uhr
und nach Absprache mit Elfriede Hornecker ( 04251-1260) oder
Heike Huth (04251-2615).
E-Mails an
igsynagoge@museum-hoya.de

Besuch von Joan und Elizabeth Herman, Tochter und Enkelin des Ernst Elias, der als einziges Mitglied seiner Familie 1939 aus Hoya in die USA emigrieren konnte.

Joan Herman, geb. Elias, und Liz Herman vor der Abbruchstelle Deichstr. 16

Vom 10. bis 12. November besuchten Joan Herman und ihre Tochter Liz Hoya, die Stadt, in der der Name Elias für zwei Jahrhunderte jüdische Familientradition stand, bis die letzten Verwandten in die Vernichtungslager geschickt wurden.

Am 11.10. trugen sich Joan und Elizabeth Herman in das Goldene Buch der Stadt Hoya ein.




Im Schulmuseum, der früheren Mittelschule, die Ernst Elias und sein Bruder Adolf besuchten



Aus den Aktivitäten der Interessengemeinschaft Synagoge im Heimatmuseum Hoya

Ausgrabungen auf dem Grundstück der Synagoge Hoya
2021 erwarb die Stadt Hoya das Grundstück Deichstr. 31, auf dem von 1833 bis zur Pogromnacht 1938 die Hoyaer Synagoge stand.
Sie war eine der größten im Königreich Hannover.


(Katasterblatt von 1888)

1938 wurde die Synagoge von den Nazis zerstört. Auf dem Grundstück wurde eine Tankstelle gebaut. Seit 1996 befindet sich am Rand eine kleine Gedenkstätte, an der seitdem zum Jahrestag der Pogromnacht an die jüdischen Familien erinnert wird, die hier lebten, vertrieben und ermordet wurden.

Im Juni 2021 legte der Kommunalarchäologe Dr. Daniel Lau, unterstützt von ehrenamtlichen Helfern, nun die Grundmauern des Gebäudes frei.

Damit sind in Hoya einzigartige Spuren jüdischen Lebens sichtbar geworden, die in weitem Umkreis ihresgleichen suchen.

Näheres ist im Treffpunkt Trefurt – Deichstraße 3 – zu erfahren.